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Kolloch, Kathrin

Kathrin Kolloch ließ sich nach ihrer, mit einer Überprüfung verbundenen Übernahme in den gesamtdeutschen Justizdienst, als Richterin, entpflichten, um mehr als 27 Jahre sehr erfolgreich als Rechtsanwältin zu praktizieren. Ihre Vorliebe galt dem Straf-und Familienrecht, beides Rechtsgebiete, die einen tiefen Einblick in die menschliche Seele ermöglichen. Die Idee, Geschichten - aus ihrer Praxis inspiriert- mit frei erfundenen Personen und Handlungen, zu einer Septologie zu verbinden, entstand, als sie 2008 selbst in das Visier der Justiz geriet. 2013 wurde sie rechtskräftig wegen Untreue zu einer Geldstrafe und zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Gegen das Urteil legte sie erfolglos Verfassungsbeschwerde ein. Ein weiteres 2014 gegen sie initiiertes Strafverfahren endete 2019 mit einem Freispruch.

Es sollte nach ihrer Verurteilung es noch drei Jahre dauern, bis sie herausfand, dass diese auf einem gefälschten Protokoll der Hauptverhandlung, manipulierten Zeugenaussagen, einer wahrheitswidrigen Erklärung des verurteilenden Richters und einer frisierten Akte basierte. Als sie diese Erkenntnis veröffentlichte, erhob die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg erneut Anklage. Nachdem sie ihr Wissen durch Dokumente gegenüber der Generalstaatsanwaltschaft von M/V belegt hatte, wurde die Anklage wegen Verleumdung wieder fallengelassen.